Qualität & Konstruktion

Kerf (Schnittfuge)

Die Breite des Materials, die der Laserstrahl beim Schneiden verdampft — typisch 0.1 bis 0.4 mm. Der wichtigste Begriff für passgenaue Konstruktionen.

Der Laserstrahl hat einen Durchmesser — und genau diese Materialbreite verschwindet entlang der Schnittlinie. Diese Schnittfuge heisst Kerf. Sie hängt von Material, Dicke, Linse und Parametern ab: Bei 3 mm Acryl etwa 0.15 mm, bei 10 mm Holz bis 0.4 mm.

Die Konsequenz: Aussenkonturen werden um den halben Kerf kleiner, Innenausschnitte um den halben Kerf grösser als gezeichnet. Für die meisten Anwendungen irrelevant — für Steckverbindungen und Presspassungen entscheidend.

Typische Anwendungen

  • Passgenaue Steckverbindungen und Gehäuse
  • Presspassungen für Dübel, Zapfen und Achsen
  • Ineinandergreifende Bauteile aus mehreren Lagen
  • Zahnräder und mechanische Teile mit Funktionsmassen

Häufige Fragen zu Kerf (Schnittfuge)

Wie breit ist die Schnittfuge beim Laserschneiden?

Je nach Material und Dicke etwa 0.1 bis 0.4 mm — bei dünnem Acryl rund 0.15 mm, bei dickem Holz bis 0.4 mm. Für die meisten Teile ist das vernachlässigbar, für Passungen und Steckverbindungen aber entscheidend.

Muss ich den Kerf in meiner Zeichnung berücksichtigen?

Für reine Sicht- und Dekoteile nicht. Für Funktionsteile mit Passungen schon — oder Sie überlassen uns die Kerf-Kompensation. Sagen Sie uns einfach, welche Verbindungen stramm sitzen müssen, dann korrigieren wir die Schnittbahn entsprechend.

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