Was ist CO₂-Lasergravur und wie funktioniert sie?
Ein CO₂-Laser sendet gebündeltes Infrarotlicht mit einer Wellenlänge von 10,6 µm auf das Material. Das Licht wird absorbiert — das Material erhitzt sich und verdampft kontrolliert. Kein Werkzeug berührt das Teil. Die Gravurtiefe entsteht durch Laserleistung, Geschwindigkeit und Anzahl der Durchläufe. Auf Acryl entsteht ein milchig-weisser Kontrast. Auf Holz eine natürliche Bräunung. Das Ergebnis ist dauerhaft und wiederholbar.
Welche Materialien eignen sich für CO₂-Lasergravuren?
CO₂-Lasergravur funktioniert auf Acryl (PMMA), Holz und Holzwerkstoffen, Laminat (zweifarbige Schichtwerkstoffe), geeigneten Kunststoffen wie PE und PP sowie beschichtetem Glas. Metalle wie Stahl oder Aluminium lassen sich mit einem CO₂-Laser nicht gravieren — dafür ist ein Faserlaser nötig. Die Materialeignung prüft CAESS Laser vor der Bearbeitung.
Wie tief graviert ein CO₂-Laser auf Acryl?
Die typische Gravurtiefe auf Acryl liegt zwischen 0,1 und 0,5 mm — abhängig von Leistungseinstellung und Anzahl der Durchläufe. Für taktil wahrnehmbare Gravuren sind auch tiefere Einstellungen möglich. Für rein visuelle Wirkung genügen oft 0,1 bis 0,2 mm. Die genaue Tiefe wird nach Wirkungsziel und Material abgestimmt.
Was ist der Unterschied zwischen Lasergravur und Lasermarkieren?
Lasergravur trägt Material kontrolliert ab und erzeugt eine spürbare Vertiefung — typischerweise 0,1 bis 0,5 mm. Lasermarkieren verändert nur die Oberfläche ohne tiefen Materialabtrag. Markierungen sind sinnvoll, wenn die Oberfläche intakt bleiben soll. Gravuren eignen sich, wenn Tiefe, Haptik oder starker visueller Kontrast gefragt sind.
Für welche Losgrössen lohnt sich Lasergravur?
Lasergravur lohnt sich ab dem ersten Stück. Es gibt keine Werkzeugkosten und keine Mindestmenge. Für Einzelstücke, Prototypen und Kleinserien ist CO₂-Lasergravur besonders wirtschaftlich. Auch wiederkehrende Serien sind problemlos umsetzbar: Die Daten werden einmalig eingerichtet und danach reproduzierbar abgearbeitet — ob zehn oder dreihundert Stück.
Wie lange dauert eine Lasergravur?
Die Bearbeitungszeit hängt von Gravurfläche, Detaildichte und Material ab. Eine einfache Textgravur auf einem Schild dauert oft weniger als eine Minute. Grossflächige Rasterungen oder feine Illustrationen können mehrere Minuten in Anspruch nehmen. Angebote erhalten Sie in der Regel innerhalb eines Werktages. CAESS Laser nennt bei der Anfrage eine realistische Zeiteinschätzung.
Was muss ich bei der Dateivorbereitung für Lasergravuren beachten?
Für Gravuren benötigt CAESS Laser Vektordateien im Format AI, SVG, EPS oder PDF mit eingebetteten Pfaden. Schriften müssen in Pfade umgewandelt sein. Gravierflächen werden als gefüllte Flächen angelegt — im Unterschied zu Schnitten, die als Haarlinien (0,01 mm) definiert werden. Bei Rastergravuren ist eine Auflösung von mindestens 300 dpi empfohlen.
Sind Lasergravuren witterungsbeständig?
Auf Acryl sind CO₂-Lasergravuren vollständig UV-beständig und lösungsmittelresistent — sie verblassen nicht und bleiben dauerhaft lesbar. Auf Holz sind gravierte Bereiche offen und sollten im Aussenbereich versiegelt werden. Auf Laminaten ist die Dauerhaftigkeit von der Qualität der Deckschicht abhängig. Für Aussenanwendungen klärt CAESS Laser die Materialeignung vorab.